Flohmarkt Vilshofen 2016

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Vilshofener Flohmarkt trotzt der Hitze und erzielt neuen Erlös-Rekord. Mit Einnahmen von 46694 Euro übertrifft die Großveranstaltung das Ergebnis des Vorjahres.  Besucher lassen sich von schweißtreibenden Temperaturen nicht abschrecken. Freibad oder Flohmarkt – diese Entscheidung dürfte manchen Freunden des Vilshofener Flohmarktes am Samstag nicht leicht gefallen sein.

   

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Dass sich viele hundert Besucher für die Schnäppchen-Jagd in den beiden Festzelten entschieden, unterstreicht einmal mehr die Attraktivität dieser Großveranstaltung. Selbst die Organisatoren waren aber am Ende freudig überrascht, als auch noch das Ergebnis eine neue Rekordmarkt setzte: Mit    46 694 Euro wurden die Einnahmen aus dem Vorjahr nochmals um fast 2400 Euro übertroffen.   Als Flohmarkt-Chef Christian Gödel, sein Vorgänger Altbürgermeister Hans Gschwendtner, sein Stellvertreter Bernhard Oberneder und Landrat Franz Meyer am Samstag pünktlich um 9 Uhr alle Zugänge zum großen Festzelt öffneten, strömten die Besucher zielstrebig zu den Ständen. Binnen weniger Minuten waren auch das Weißbierzelt gut gefüllt und die ersten Käufe getätigt. Nicht nur die Besucher-Massen sorgten sehr schnell für steigende Temperaturen, doch alle Befürchtungen, dies könnte das Kaufinteresse beeinträchtigen, sollten sich nicht bewahrheiten. Hunderte von Besuchern trotzen der Hitze und nutzten die Zeit bis 16 Uhr, um in dem riesigen Angebot fündig zu werden. Besonders gefordert waren in diesem Jahr auch die mehr als 300 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Vilshofener Flohmarkt ermöglichen. Manche von ihnen waren drei Tage im schweißtreibenden Einsatz, zunächst bei den vorbereitenden Arbeiten und schließlich beim Verkauf. Ihnen zollte Christian Gödel denn auch besonderen Respekt und herzlichen Dank für ihr Engagement. Maßgeblichen Anteil an der erneuten Steigerung des Gesamterlöses hatten die Bereiche Textilien und Raritäten, Bilder, Haushaltswaren und auch Möbel. Hier zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr teilweise ein deutlicher Anstieg, während die übrigen Warengruppen im Wesentlichen die Einnahmen der Vorjahre sicherten. Wie gewohnt bilden Textilien aller Art – von Bekleidung bis zu Wäsche und Gardinen – den größten Angebotsbereich des Flohmarktes und erzielten auch heuer die höchsten Einnahmen. Mit 8 089 Euro lagen sie heuer sogar noch mehr als 500 Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. Dies gilt noch mehr für den Bereich Antiquitäten/Raritäten, der traditionell sehr breit gefächert ist. Mit einem Gesamterlös von 5 544 Euro war hier ein Einnahme-Plus von rund 2000 Euro zu verzeichnen. Auch bei Haushaltswaren ließen die Besucher die Kassen klingeln und sorgten für eine Steigerung um rund 600 Euro auf 2 818 Euro. Mehreinnahmen verzeichneten auch die Stände mit Schuhen ( 1 505 Euro), Möbel (3 116 Euro) Räder ( 1 824 Euro) Bilder ( 982 Euro) und Elektro ( 3 907 Euro). Das Angebot an bestens sortierten Büchern ließ kaum Wünsche offen und trug mit 3 510 Euro zum Gesamtergebnis bei – damit etwas weniger als im Vorjahr bleibt es doch ein Anziehungspunkt des Vilshofener Flohmarktes. Die nicht verkauften Bücher wurden auch heuer kostenfrei entsorgt. Dass ein großes Angebot an Garten – und Dekomaterial huer hinter den Einnahmen des Vorjahres zurück blieben, könnte doch den hohen Temperaturen im Weißbierzelt geschuldet sein. Mit 2 336 Euro trug es aber auch heuer einen große Teil zum Gesamtergebnis bei. Dies gilt auch für Teppiche, mit denen 501 Euro erlöst wurden. Im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderte Einnahmen wurden für die Bereiche Spielwaren mit 2 678 Euro, Sportartikel mit 1681 Euro, Taschen mit  1132 Euro und Jagd mit 786 Euro verzeichnet. Eine Tombola brachte rund 800 Euro in die Kasse des Flohmarktes und für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen oder Würstl, Leberkäse und Semmeln bestens gesorgt. Die Einnahmen daraus summierten sich am Ende auf mehr als 3 100 Euro, während der Verkauf von kalten Getränken wie Bier und Limo heuer sogar leicht rückläufig war. Die Besucher gaben dafür 1871 Euro aus. Stammgäste des Vilshofener Flohmarktes wissen, dass dort ab 14 Uhr ein Ausverkauf der besonderen Art gestartet wird und nutzen auch heuer die Gelegenheit, für nur 5 Euro einen Sack an allen Ständen füllen zu können. Trotzdem war für die ehrenamtlichen Helfer noch einiges zu tun, bis das Zelt zwei Stunden nach Schluß gegen 18 Uhr völlig geräumt und „besenrein“ übergeben werden konnten. Ein großer Teil der übrig gebliebenen Waren wurde einer Verwertung zugeführt, insbesondere Textilien aller Art verwertet das BRK Eging a.See. Darüber hinaus wurden Waren an das Erstaufnahmelager für unbegleitete Flüchtlinge in Deggendorf gegeben oder an eine Behinderteneinrichtung in Straubing. Wie seit vielen Jahren durften auch Kirchenmitglieder aus Röhrnbach aus den Restbeständen auswählen, um für ihren gemeinnützigen Flohmarkt einen Grundstock zu haben und einige Raritäten sind im Orgelbasar auf der Bürg im Angebot. Kaum einer der an der Organisation und Durchführung des Flohmarktes Beteiligten hatte angesichts der sommerlichen Hitze an einen erneuten Einnahmen –Rekord geglaubt. Umso größer war die Freude, als Christian Gödel vor dem gemeinsamen Fototermin  das Gesamtergebnis verkündete. Er zollte allen Spendern von Waren für den Flohmarkt und den vielen Besucherinnen und Besuchern einen herzlichen Dank, vor allem aber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die teilweise drei „hitzige“ Arbeitstage für den Vilshofener Flohmarkt eingebracht haben. Ihr Engagement sei die Grundlage für den Erfolg dieser Veranstaltung und die damit mögliche Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen und sozialen Einrichtungen, betonte Gödel. Abschließend richtete er schon einen Blick auf das 40-jährige  Jubiläum des Vilshofener Flohmarktes im kommenden Jahr. Es gebe erste Überlegungen, wie dies gefeiert werden könnte. In jedem Fall wolle man in einem Gottesdienst aller verstorbenen ehemaligen Unterstützer und Helfer des Flohmarktes gedenken und einen Dank dafür abstatten, dass in all den Jahren keine Unfälle zu verzeichnen waren. Weitere Aktionen zum Jubiläum und zum Jubiläums-Flohmarkt im kommenden Jahr sollen im kleinen Kreis der Verantwortlichen beraten werden. Bericht: Maria Gschwendtner, Foto: Peter Georg Laudi

   
   

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